Keltische Triskele - Symbol für Geburt, Leben und Tod - Symbol für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - Rückführungen

Wer War Ich Früher ?        Rückführung in frühere Leben
 
WWIF - Spirituelle Rückführungsbegleitung nach der nicht-hypnotischen Time-Lapping-Methode von Bryan Jameison
Weiterentwickelt und zertifiziert von Dr. Jan Erik Sigdell - Clearingsarbeit - Transkommunikation

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Zum besseren Verständnis von Karma (Jan Erik Sigdell)

Ausgangspunkt

Der Ausgangspunkt für diese Diskussion ist, dass die Seele des Menschen reinkarniert. Daran glauben heute schätzungsweise 2/3 der Menschheit, darunter 1/3 der Menschen in der westlichen Kultur, unter den Letzteren sogar nicht wenige Christen, die in dieser Hinsicht privat eine andere Meinung haben als ihre Kirche. Der Reinkarnationsglaube dürfte so alt sein wie die Menschheit. Es gab ihn in fast allen alten Kulturen und Religionen, sogar im gnostischen Urchristentum. Man kann vereinfacht sagen: Wo es heute dieser Glaube nicht (mehr) gibt, hat es ihn früher auch einmal gegeben. Diejenige, die nicht an die Reinkarnation glauben, machen also – aktuell und historisch – eine Minderheit der Weltbevölkerung aus.

Es ist die Lehrmeinung aller Religionen, dass der Mensch ein Ich hat, Seele genannt, das den Tod des Körpers überlebt. Ein Ich, das sich nach dem Tod immer noch erinnert, denkt, fühlt und handelt, jedoch ohne einen physischen Leib zu haben. Die Seele ist eine in diesem Sinne körperlose Entität. (Nur der Buddhismus spricht von einer anderen Form von Übertragung als durch eine Seele nach der üblichen Auffassung.) Die Existenz einer solchen Seele ist natürlich eine Voraussetzung für die Reinkarnation. Es ist dann nämlich diese Seele, die eine Zeit nach dem Tod des früheren Körpers sich mit dem Embryo einer schwanger gewordenen Frau verbindet und so zu einer neuen Verkörperung geboren wird.

Die Reinkarnation kann nur dann einen Sinn haben, wenn diese Seele Information über ihre Existenz(en) vor jener Verkörperung in die neue Verkörperung mit hineinbringt, auch wenn im neuen Körper diese Information unbewusst ist.

Es ist eine wichtige Errungenschaft der modernen Psychologie, dass sie nachgewiesen hat, dass der Mensch ein unbewusstes Ich hat. Da wir uns in unserem bewussten Ich (mit seltenen Ausnahmen) nicht an diese mit der Seele hereingebrachte Information erinnern, wird demnach diese Information im unbewussten Ich sein müssen, in ähnlicher weise, wie z.B. vergessene Kindheitserinnerungen (die erfahrungsgemäß unter bestimmten Umständen wieder im bewussten Ich auftauchen können). Es ist auch eine Errungenschaft der modernen Psychologie, dass sie nachgewiesen hat, dass der Mensch – ohne es im bewussten Ich zu wissen – von dem beeinflusst wird, was in seinem unbewussten Ich liegt, manchmal sogar stark. Mit diesem Ausgangspunkt, also die Hypothese der Reinkarnation, befasst sich nun die folgende Diskussion mit der Frage, wie in dem Fall für Mensch und Seele die Welt aussieht.


Moralische Annahme

Wir nehmen weiter an, dass sich die Seele des Menschen im Laufe von wiederholten Inkarnationen entwickelt, d.h. in irgendeiner Weise “besser” wird. Würde die Seele im Wesentlichen unverändert bleiben oder sich nur rein zufällig (mal besser, mal schlechter) ändern, hätte die Reinkarnation keinen Sinn. Wir gehen davon aus, dass sie einen Sinn hat. Wir gehen auch davon aus, dass das allmähliche (wenn auch u.U. langsame) “Besserwerden” der menschlichen Seele in einem Zusammenhang mit anderen Seelen steht. Die logische Erwartung wäre dann, dass das “Besserwerden” sich manifestiert in ein immer (wenn auch langsam) besseres Zusammenspiel der verschiedenen Seelen, in einer größeren Ordnung einer Seelenpopulation. Eine bestimmte Form von Zusammenspiel wird “Liebe” genannt und drückt sich darin aus, dass die Seelen einander fördern und helfen, sodass ihr Zusammenspiel immer effektiver und angenehmer wird und destruktive Aspekte des Zusammenspiels immer geringer werden. Eine solche Ordnung hat den Charakter von Freiwilligkeit.

Es waren und sind auch andere Ordnungen in Populationen von verkörperten Seelen zu beobachten, nämlich durch Macht und Zwang herbeigeführte. Da es aber den Menschen in solchen Ordnungen nicht besonders gut geht, führt dies dazu, dass Ordnungen dieser Art erfahrungsgemäß eine geringere Produktivität haben (in welchem Sinne diese Produktivität auch definiert sein mag) und oft ziemlich unbeständig sind. Solche Ordnungen tendieren dazu, durch Gegenkräfte (revoltierende Kräfte) zu zerbrechen, wenn der Machtdruck einen kritischen Punkt erreicht. Deshalb gehen wir hier von der Annahme aus, dass die Entwicklung im Prinzip zu einer immer größer werdenden Ordnung im Sinne von einem immer besser werdenden freiwilligen Zusammenspiel der verkörperten Seelen geht.

 
Kausalität und Karma

Wenn es eine Entwicklung der Seelen gibt, der sich verkörpernden Iche, muss es von einer Verkörperung zur anderen einen kausalen Zusammenhang geben. Die weitere Entwicklung in einer Verkörperung muss auf die vorausgehende Verkörperung bauen. Auch deshalb wird eine neue Verkörperung von der (den) vorausgehenden beeinflusst sein. Diese Kausalität nennt man Karma (von der Sanskritwurzel kri, die im weitesten Sinne “tun” bedeutet). Sie betrifft den Nachwirkungen des Tuns, da das Tun dynamisch ist und uns die Entwicklung zu einem immer richtigeren Tun führen wird. Das Sein an sich ist demgegenüber eher statisch und wird weniger mit dem Karma zu tun haben.

Wenn eine verkörperte Seele so handelt, ihr Tun so ausübt, dass sich dies auf die Ordnung der Population negativ oder gar destruktiv auswirkt, wird eine Entwicklung verlangen, dass das Tun berichtigt wird. Diejenige Seele muss also lernen, anders zu handeln, und zwar so, dass ihr Tun immer mehr im Einklang mit einer guten Ordnung – d.h. mit der Liebe – steht.

Wie wird sie das lernen? Vielleicht lernt sie im Seelenzustand zwischen den Verkörperungen dazu, aber wenn die Reinkarnation einen Sinn haben soll, wird sie auch durch Erlebnisse und Erfahrungen in den Verkörperungen lernen. Wenn sie früher gegen eine gute Ordnung gehandelt hat, muss sie also lernen, mehr im Einklang mit einer guten Ordnung zu handeln. Sie wird erfahren müssen, was für eine Auswirkung ihr früheres, noch unentwickeltes, Handeln auf die Population und ihre Ordnung hatte.

Die Lehre der Reinkarnation ist daher untrennbar mit der Lehre des Karmas verbunden. Die letztere Lehre sagt aus, dass wir bei ungeeignetem Handeln an uns selbst erleben müssen, wie es dabei den Betroffenen ging. Das bedeutet logischerweise, dass wenn die Seele in einer früheren Verkörperung Täter war, wird sie erfahren müssen, wie es ihren damaligen Opfern ging. Sie wird unter ähnlichen Umständen auf der Opferseite stehen. So etwas wird allzu oft als eine “Bestrafung” aufgefasst. Das ist eine sehr eingeschränkte Auffassung. Es wird nicht um etwa Rache und Vergeltung gehen, sondern um Belehrung, und darum, eine erziehende Lektion zu bekommen. Wenn man nämlich erfahren hat und weiß, wie es im Tätersein den Opfern ging, lernt man, so etwas nicht mehr zu tun. Die Bezeichnung als “Bestrafung” ist falsch. Man kann es auch als eine Erfahrungsergänzung betrachten. Wenn jemand Täter war, erlebte er die Situation einseitig. Er erlebte nur, wie es dem Täter ging, aber nicht wie es dem (den) Opfer(n) ging. Diejenige Seite des Erlebnisses fehlt ihm. Er hatte eine “halbe” Erfahrung. Wenn er “die andere Hälfte” nachholen muss, wird die Erfahrung “rund” – das Fehlende kommt auch hinzu und sie wird ganz.

Im Osten wird das Karma oft als unumgänglich bezeichnet. Man könne die Folgen der eigenen Taten nicht entgehen. Die sich im Westen anhäufende Empirie von Rückerinnerungen, von einem immer größer werdenden Erfahrungsmaterial her, zeigt ein anderes Bild. Wer noch bevor er in der Verkörperung des Täterseins stirbt zu Einsicht, Reue und Umkehr kommt und weiß, dass er so etwas nie wieder tun wird, braucht natürlich die Erfahrung am eigenen Leib nicht mehr. Er hat es ja schon begriffen! Doch leider kennen die meisten bis ins Letzte nur Rechtfertigungen und Ausreden für ihr Handeln. Es sind diese, die eine entsprechende Lektion brauchen, um dann erst daraus zu lernen und sich zu entwickeln.

Ist das Karma ungerecht? Wenn ich für etwas “bestraft” (um noch diese falsche Bezeichnung zu verwenden) werde, und weiß nicht für was, wozu soll das gut sein? Wie wir oben gesehen haben, wird man es im unbewussten Seelen-Ich wissen. Es ist nur im bewussten Kopf-Ich, dass man es nicht weiß. Auf der Seelenebene geht die Gleichung auf, da erkennt man den Zusammenhang und lernt doch noch aus der Erfahrung.

Nehmen wir ein Beispiel von Tätersein. Ein Mann vergewaltigt in seinem Leben wiederholt Frauen. Wer würde es dann für ungerecht halten wollen, wenn er später als eine Frau wieder verkörpert wird, um am eigenen Leib eine Vergewaltigung zu erleben? Eben immer noch nicht als “Strafe”, sondern als Lektion. Es scheint uns beim ersten Blick besonders grausam, wenn ein Kind leiden muss, und das ist natürlich sehr wohl verständlich. Wenn aber die Seele des Kindes viele Verkörperungen hinter sich hat, ist sie selbst nicht wirklich ein Kind, sondern nur ihr Körper. Und hat sie (um bei dem Beispiel oben zu bleiben), ausgerechnet Kinder geschändet, kann man es dann wirklich für ungerecht halten, wenn sie in einer neuen Verkörperung das gleiche als Kind erleben soll? Ihre Opfer waren ja in dem Fall ebenfalls Kinder! Wenn jemand eine bessere Erklärung hat, wäre ich für eine Mitteilung dankbar. Die einfache Zurückweisung von diesem empirischen Befund, ohne eine bessere Erklärung zu bieten, kann natürlich nicht gelten. So einfach geht es nicht, weil dann ein Kind ohne Grund leiden würde, was ja noch viel grausamer wäre! Und das würde ohne die Reinkarnationshypothese erst recht gelten … Da würde sich wirklich die Frage erheben, wie Gott so etwas zulassen könne (s.a.
hier)!

Hier wird natürlich die Betrachtung für viele schwierig, aber auf der Basis des Ausgangspunktes von Reinkarnation und Karma ist ein systematischer Zusammenhang zu erkennen, dem man wohl schwer eine Gerechtigkeit absprechen kann. Denn daraus folgt ja unvermeidlicherweise als Tatsache, dass nur der Körper aber nicht seine Seele ein Kind ist (diese Seele könnte sogar mehr Inkarnationen hinter sich haben als die der Mutter).

Das Karma wird oft als etwas Negatives aufgefasst. Es ist aber im Grunde neutral. Gute Taten haben gute Nachwirkungen, schlechte eben schlechte Nachwirkungen.

Im Osten herrscht nicht selten die Meinung, dass man nicht ins Karma einer anderen Person eingreifen solle. Man zögert dann oft zu helfen und meint, dass die leidende Person es verdient habe. Auch wenn es in dieser Systematik zunächst danach aussehen mag, ist die Auffassung gleichwohl falsch. Es geht ja um die Entwicklung zu einer Ordnung, die wir als “Liebe” charakterisiert haben. Wenn wir doch eingreifen und dem Leidenden eine Liebe zeigen, zu der er selbst vorher nicht fähig war, wird die Lektion vertieft. Sie kann sogar dadurch eine neue Wende nehmen. Die Hilfe ist dann in keiner Weise verfehlt, sondern sogar unsere Pflicht! Kommt sie an und erleichtert sie oder gar beendet sie das Leid, hat der Leidende dadurch erst recht eine wichtige Lektion bekommen! Und das vielleicht, ohne weiter leiden zu müssen!

Wer nicht helfen will, handelt sich dagegen leicht ein Karma für eine Unterlassenheitstat ein … Sollte aber die Hilfe nicht ankommen, nicht angenommen werden oder nichts nützen, ist wohl anzunehmen, dass der Leidende mit seiner Lektion noch nicht fertig ist. Dann hat unser Hilfeversuch nicht geschadet, sondern war gleichwohl eine Liebesdemonstration, die der Leidende dann erst später begreifen wird. Der Versuch war gleichwohl unsere Pflicht, und es ist nicht unsere Schuld, das es nicht gegangen ist. Hingegen ist es leicht unsere Schuld, wenn wir Hilfe unterlassen.

 
Warum müssen Kinder leiden?

Diese Welt ist voll von Leid jeder nur möglichen Art. Am stärksten berührt uns meistens das Leid der Kinder. Unzählbare Massen von Kindern werden in Leid hineingeboren – in Gebieten, wo Hunger, Krieg, Seuchen, Verfolgung, Not, Elend, u.s.w., u.s.f., … herrschen – und erleben keine glückliche Minute. Kinder werden krank, entstellt, missbildet und zurückgeblieben geboren. Sie werden wegen ihrer Herkunft verachtet und geplagt. Kinder werden von vergewaltigten Müttern bereits im Mutterleib gehasst. Kinder werden in dieser Welt massenweise in Familien hineingeboren, wo sie keine Liebe bekommen, sondern von unreifen und primitiven Eltern Zurückweisung, Ungewolltsein, Gewalt, Missbrauch und gar Hass erleben müssen – auch sehr viele Kinder in unserer westlichen Welt. In manchen Gegenden werden Kinder für Sklavenarbeit missbraucht. Es herrscht außerdem manchmal heute noch die primitive mittelalterliche Mentalität, dass ein Mädchen weniger wert sei als ein Junge.

Vor vielen Jahren hatte ich einen Vortrag in der Schweiz. Als ich von solchen Dingen sprach, meldete sich ein Arzt: “Ich bin als Arzt sehr viel in der Welt herumgekommen. Ich habe so unfassbar viel Leid von Kindern miterlebt, dass ich nicht mehr an einen guten Gott glauben kann. Was wir in den Medien mitbekommen, ist nur die Spitze von einem Eisberg“.

Wie kann das möglich sein? Wie kann Gott das zulassen?

Die einzige Antwort, die eine einigermaßen anständige Erklärung bietet, ist die von Reinkarnation und Karma (s.o.)! Sonst würden unschuldige Kinder ohne vernünftigen Grund leiden, und dann wäre doch Gott ein Ungeheuer!

Dies ist für mich eines der stärksten Argumente für Reinkarnation und Karma!

 
Ist Karma alles?

Das Karma ist nicht alles. Wenn wir in leidvolle Situationen hineingeraten, kann dies auch andere Gründe haben. Es kommt vor, dass wir aus unbewussten Schuldgefühlen heraus wie eine Art von “Selbstbestrafungsmuster” entwickeln und unnötiges Leid heranziehen . Wir hatten schon unsere Lektion, aber verhalten uns im unbewussten Ich etwa wie folgt: “Wer weiß, ob das reicht? Ich suche mir besser noch eine Lektion, um sicher zu sein.” Das ist natürlich verfehlt, und deshalb ist es so wichtig, dass man in der Regressionstherapie alte Schuldgefühle aufdeckt und sie auflöst!

Die Angst tendiert, eben das anzuziehen, was man fürchtet. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass es eher dem geschieht, der vor etwas Angst hat, als einem anderen, der davor keine Angst hat. Deshalb kann auch die Angst uns in eine Situation hineinziehen, die nicht hätte sein müssen. Darum ist es auch sehr wichtig, Ursachen von Ängsten aufzudecken und die Ängste aufzulösen. Allgemein sollten wir immer bestrebt sein, unsere Ängste abzulegen. Das ist manchmal aber sehr schwierig. Dann tut Hilfe gut.

Wenn aber jemand grundlos leiden sollte, wäre das wirklich eine große Ungerechtigkeit. Das wäre das Grausamste von allem. Wenn es irgendeinen Grund gibt, ist das Leid grausam genug, aber sicher nicht in demselben Ausmaß, wie wenn es grundlos wäre.

Dass es für das Leiden fast immer einen Grund geben wird, entlastet aber in keiner Weise den (die) Täter! Es verharmlost auch in keiner Weise das Leid! Wer es anders auffasst, hat die Sache missverstanden (oder will sogar “taktisch” das Ganze absichtlich missverstehen). Es bedeutet nur eins: Das Leid könnte dadurch für den Leidenden zumindest im Prinzip leichter zu tragen sein, sofern er vom Zusammenhang Bescheid weiß. Oder er nimmt es eher mit Demut, vielleicht ein bisschen wie das großartige Beispiel Jesu: “Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Und weiß er noch nicht vom Zusammenhang Bescheid, wird er es später tun (jedenfalls nach dem Sterben), und sieht es dann im Rückblick in einem anderen Licht. Wenn jemand dadurch entlastet wird, dann ist es Gott … (s.a.: “
Warum lässt Gott das zu?“)!


War auch ich einmal ein Täter?

Die Geschichte der Menschheit ist eben eine bisher nie aufhörende Geschichte von Gewalt, Grausamkeit und Leid. Es gab überaus unzählige Täter und es gibt jeden Tag neue. Wenn es die Reinkarnation gibt – und das ist immer noch der Ausgangspunkt und die hypothetische Grundlage dieser Diskussion – so wird es rein statistisch betrachtet ziemlich unwahrscheinlich sein, dass gerade ich nie einer war. Die übliche Denkweise ist: Ich sicher nicht, dann nur anderen. Die logische Folgerung ist aber eher: Ich sicher auch, wenn jemand nie ein Täter war, dann wahrscheinlich eher ein Anderer … Und habe ich einiges erleiden müssen, würde dies nach der Überlegung oben schon für das Letztere sprechen …

Das sollte eigentlich zu einer versöhnlichen Haltung gegenüber unseren Mitmenschen führen. Wenn uns jemand etwas antut, können wir damit rechnen, dass wir einmal selbst anderen Ähnliches getan haben, und dass es uns deshalb geschieht. Das geht auch aus den
hier angegebenen Bibelworten hervor.

 
Oder war ich ein großer Wohltäter oder eine berühmte Person?

Hier haben wir wieder mit statistischen Tatsachen zu tun. Es gab und gibt nun einmal in der Menschheitsgeschichte unzählbare Massen von Tätern (jeder Soldat und jeder Vollstrecker ist auch einer …), aber demgegenüber nur eine “Handvoll” von großen Wohltätern und wirklich berühmten Persönlichkeiten. Die Letzteren werden wahrscheinlich größtenteils heute wieder inkarniert sein, und wer einmal berühmt war, ist es vielleicht heute gar nicht. Es wird jedoch aus rein statistischen Gründen unwahrscheinlich sein, dass auch ich einer davon war. Und wäre ich ein großer Wohltäter gewesen, wäre ich vielleicht in meiner Entwicklung bereits so weit, dass ich nicht mehr inkarnieren müsste …

Die nicht selten geäußerte Behauptung, dass in z.B. Rückführungen jede Menge von Kleopatras aufgetaucht seien, hat keine tatsächliche Grundlage.

 
Wie hat alles angefangen?

Wie oben dargestellt fing es nach der gnostisch-christlichen Lehre damit an, einen vollen Freiraum für das Ausleben des freien Willens haben zu wollen. Wer dann Mensch wurde, war als Seele noch unentwickelt und hatte noch nicht die Liebe gelernt. Deshalb war er auch fähig, Übles zu tun. Es war ihm gleichgültig, wie es dabei anderen ging. So müssen wir lernen, dass es in Wirklichkeit alles andere als gleichgültig ist.

 
Wie hört es auf?

Nach der gnostisch-christlichen und nach vielen anderen Lehren von der Reinkarnation, hat das Reinkarnieren irgendeinmal ein Ende. Es geht nicht unendlich weiter. Jeder darf irgendwann zu seiner letzten Inkarnation kommen, um nach dem Tod nicht mehr inkarnieren zu müssen. Was braucht es dazu? Offensichtlich, dass man endlich einmal erreicht hat, die uneingeschränkte und undiskriminierende Liebe zum Mitmensch nicht nur zu verstehen, sondern auch konsequent zu leben.

Nach dem empirischen Erfahrungsmaterial von Rückblickerlebnissen her scheint es auch zu brauchen, dass es in der Welt keine Seele mehr übrig gibt, mit der ich mich noch zu versöhnen habe.

Wahrscheinlich gibt es noch einige weitere Voraussetzungen dafür, nicht mehr inkarnieren zu müssen, aber diese beiden dürften die wichtigsten sein.

 
Gilt das Karma für alle?

Nach all dem, was hier besprochen wurde, müsste das Karma für alle gelten. Es kann nicht gut erwartet werden, dass Seelen reinkarnieren und einige doch kein Karma haben (außer bei der allerersten Inkarnation). Mit Ausnahmen wäre nicht zu rechnen. Erst recht nicht in Anbetracht der logischen Schlussfolgerung, dass wenn man leidet, dürfte es dafür einen Grund geben, und zwar gilt das für uns alle.

Es sei denn, dass manche Seelen doch nur einmal inkarnieren und dann nicht wieder reinkarnieren, aber das Letztere tun wohl die meisten. Sollte es Seelen geben, die nur einmal auf Erden sind, würden wohl jene kein Karma haben. Würden sie aber doch noch leiden, wäre das ein Leiden ohne Grund und deshalb noch viel grausamer, als wenn es zumindest für das Leiden einen Grund gibt. Da ginge wohl die Gleichung nicht gut auf.

Fälle von freiwilligem Leiden dürften sehr sehr selten sein! Aber auch das wird es geben, jedoch als Ausnahmen. Jesus war offensichtlich eine solche Ausnahme. Er nahm die Kreuzigung freiwillig an, da er wusste, dass Sein Wirken auf Erden von Widersachern her zu einem solchen Ende geführt werden würde. Aber: Hat Er wirklich echt gelitten? Christus wird doch über alles Leid stehen! Auch in dieser Hinsicht wird Er ein Sonderfall gewesen sein! Nur sehr hoch entwickelte inkarnierte Wesen sind in der Lage, schweres Leid freiwillig auf sich zu nehmen, was aber bedeutet, dass gerade jene größtenteils auch über dem Leid stehen werden.

 
Darf man töten?

Jesus hat gesagt: “Du sollst nicht töten!”, “Liebet Eure Feinde” und auch: “Wirst Du auf der einen Seite geschlagen, wende die andere zu”. Trotzdem wird in der Welt fast jeden Tag auch von Christen getötet … In Nordirland, zum Beispiel, bringen sich seit Jahrzehnten Katholiken und Anglikaner gegenseitig um, und sie heucheln immer noch, dass sie Christen seien. Sehr viele Kriege wurden von selbstbehaupteten Christen geleitet und ausgekämpft, sehr oft mit dem Segen der Kirche. Das übelste Geschehen dieser Art waren die Kreuzzüge! Da machten wir den Muslimen vor, was ihre Terroristen heute gegen uns richten. Ist das etwa ein Karma für uns?

Das Karma lehrt uns in Einklang mit Jesu Worte etwas anderes. Es ist immer falsch zu töten, es sei denn – als einzige Ausnahme – dass man dadurch andere retten kann. Die Verteidigung ist richtig, insbesondere die Verteidigung anderer. Sie muss aber mit den richtigen Mitteln geschehen. Zu töten um nur mein eigenes Leben zu retten scheint nach dem Karma zu weit zu gehen. Wenn man bedenkt, dass nur mein Körper sterben kann, aber nie meine Seele, muss es wirklich eine ganz besondere Situation sein, um rechtfertigen zu können, dass ich in Selbstverteidigung töte. Wenn es aber um die Rettung anderer geht, dürfte es eine andere Sache sein. Kann ich nur dadurch Menschen retten, dass ich den Mörder in letzter Minute umbringe, handelt es sich um eine andere Situation, weil ich sonst die anderen hätte sterben lassen. Das darf aber niemals zur Ausrede werden … In diesem Sinne wird eine militärische Selbstverteidigung unter Umständen gerade noch akzeptabel sein. Jedoch werden die meisten Angriffskriege als “Selbstverteidigung” ausgeredet … Viel größer ist auf jedem Fall das edle Prinzip Gandhis vom “Nicht-Mitmachen”, von zivilem Ungehorsam. Damit konnte er ohne Waffen die ganze britische Besatzungsherrschaft zu Fall bringen!

Gerechte Selbstverteidigung mit angemessenen Mitteln ist eine Sache. Rache ist eine andere. “Die Rache ist süß” – aber teuer! Das “süße” geht bald vorüber, aber die selbstgesalzene karmische Rechnung kommt unweigerlich nach … (sofern man nicht rechtzeitig zu Einsicht, Reue und Wiedergutmachung gelangt).

(Jan Erik Sigdell)

Weiterführende Links und Querverweise:
http://www.christian-reincarnation.com/Karma.htm   (kompletter Text)
http://www.christian-reincarnation.com/Liebe.htm   (Hauptlektion ist die Liebe)




 

 


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Reinkarnation und Karma bilden einen wundervollen, ganz unvergleichlichen Weltmythos, gegen den wohl jedes andere Dogma kleinlich und borniert erscheinen muss.
(Richard Wagner, 1813-1883)















Das Unglück, das uns heute widerfährt, ist die karmische, auf Ursache und Wirkung beruhende Vergeltung eines Unrechts, das wir anderen zugefügt haben. Unsere eigenen negativen Handlungen in der Vergangenheit schaffen die Bedingungen für unser jetziges Leiden. Wenn wir es uns recht überlegen, sind wir eigentlich diejenigen, die einem anderen schaden: Wer uns Leid zufügt, häuft unseretwegen negatives Karma an und legt damit die Grundlage für sein zukünftiges Leiden.
(Dalai Lama, Der Friede beginnt in dir)
















Jede mentale, emotionale und physische Handlung löst eine Kette von Ursachen aus, eine Welle von Wirkungen, die ins Unendliche fortschreitet. Mit jeder Welle wird eine Reaktion zu dem Verursacher zurückgesendet, bis die Wirkung der Ursache schließlich aufgelöst ist.
(John Randolph Price)

















Es liegt auch nicht an uns, die Welt oder andere Menschen zu verändern oder aus ihnen bessere Menschen zu machen. Das ist eine recht arrogante Haltung. Wir sind nicht die Herrscher über das Karma anderer. Indem wir unser eigenes Karma erkennen und daran arbeiten, heilen wir uns selbst und andere.
(Marcel Geisser, Die Buddhas der Zukunft)



















Die Seele lernt, entwickelt sich und wächst durch die Erfahrungen, die sie in aufeinanderfolgenden Leben macht. Eine Hauptlektion steht in dieser Reinkarnationsschule vor allen anderen hervor: die Liebe. Die undiskriminierende und bedingungslose Liebe zum Mitmenschen. Wir sind alle Mitmenschen. Alle sind unsere Mitmenschen. Wir sind alle Geschwister aus demselben göttlichen Licht. Es gibt keinen Menschen auf dieser Erde, der nicht mein Geschwister ist. Wenn wir das auf der Seelenebene endlich begreifen und es auch leben, ist eine der Bedingungen dafür erreicht, dass wir nicht mehr inkarnieren müssen. Ohne Liebe geht es nicht. Keine Seele kommt daran vorbei.
(Jan Erik Sigdell)




















Weil das Gesetz von Karma zwangsläufig und unfehlbar ist, verletzen wir letztlich immer uns selbst, wenn wir anderen schaden; wenn wir sie aber glücklich machen, schaffen wir damit für uns selbst zukünftiges Glück.
(Sogyal Rinpoche)



















Wir dürfen nicht vergessen, daß Karma nichts Festgelegtes ist. Die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung ist überaus dynamisch. Je mehr wir üben, desto mehr werden wir uns der Zusammenhänge bewußt, desto mehr verändert sich unser Handeln und damit unser Karma. Allmählich erwächst unsere Zukunft aus einer veränderten Grundlage - der Basis des Gewahrseins.
(Philip Kapleau)






















Wenn man einmal den Tod erlebt hat, wie ich es getan habe, dann weiß man in Innersten: es gibt gar keinen Tod. Man geht immer nur weiter von einem zum nächsten - wie man weitergeht von der Grundschule zur Oberschule zur Hochschule.
(Raymond A. Moody, Leben nach dem Tod)





















Heute, wenn ihr euer Ebenbild seht, freut ihr euch. Wenn ihr aber eure Bilder seht, die vor euch geworden sind, wie viel werdet ihr ertragen?
(Jesus Christus über vergangene Inkarnationen, Thomasevangelium Vers 84)





















Wenn du dein vergangenes Leben kennenlernen willst, schau deine jetzigen Umstände an; wenn du dein zukünftiges Leben erkennen willst, schau deine gegenwärtigen Handlungen an.
(Sogyal Rinpoche)


 

 

 

 




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